FVA-Workbench 11.0 BETA Release
Neuer Lizenzierungsmechanismus
Mit dem Release der FVA-Workbench 11.0 wird ein neuer Lizenzierungsmechanismus eingeführt. Für den Betrieb der Version 11.0 müssen bestehende Lizenzen daher neu ausgestellt werden.
Die neue Lizenzierung vereinfacht den Zugriff deutlich. Die Konfiguration erfolgt über ein Web-Interface, wodurch sich der IT-Aufwand reduziert. Die Freischaltung wird direkt per E-Mail an den jeweiligen Anwender versendet. Zusätzliche Kosten entstehen nicht.
Wer an der Beta-Phase teilnehmen möchte, erhält auf Wunsch neue Lizenzen. Bereits vorhandene Lizenzen bleiben unabhängig davon weiterhin gültig und nutzbar.
Die Beta-Phase läuft vom 23.02.2026 bis zum 20.03.2026. Über Ihr Feedback zu Funktionen und zur Lizenzierung freuen wir uns sehr. Bitte nutzen Sie hierfür unser Ticketsystem.
Neue Funktionen
Eine detaillierte Auflistung aller Neuerungen finden Sie in der FVA-KnowledgeBase.
Am 23. April 2026 stellt unser Antriebsexperte Benjamin Abert die wichtigsten Features der FVA-Workbench 11.0 in kompakten, kostenfreien Online-Seminaren vor:
Deutsch: 9:00–10:00 Uhr (Zur Anmeldung)
Englisch: 15:00–16:00 Uhr (Zur Anmeldung)
Rotating-Rainflow-Berechnung
Mit dem neuen Berechnungsmodul können sogenannte Rotating-Rainflow-Matrizen berücksichtigt und daraus Pseudo-Beanspruchungszeitverläufe an lokalen Auswertepunkten synthetisiert werden.
Im Gegensatz zur Verwendung dedizierter Lastfälle lassen sich auf diese Weise auch aus Schaltvorgängen resultierende Schwingspiele und die daraus entstehenden Beanspruchungen in der Schadensakkumulation berücksichtigen.
Wälzschälen
Wälzschälen ist ein kontinuierliches Hochleistungsverfahren zur Herstellung von Innen- und Außenverzahnungen, dessen Kinematik auf einem Schraubradgetriebe basiert. Werkzeug und Werkstück sind um einen Achskreuzwinkel verkippt und wälzen miteinander ab. Hierfür wurden die Fertigungsverfahren zur Profilerzeugung von Stirnrädern um das Wälzschälen mit dem neuen Werkzeugtyp “Wälzschäler” erweitert.
Auf Basis der durch Wälzschälen erzeugten Verzahnungsgeometrien können sowohl Flanken- und Fußnormtragfähigkeiten als auch eine 3D-Kontaktanalyse berechnet werden.
Universelles lokales Reibmodell
Im Rahmen der Forschungsprojektreihe FVA 998 wurde in Zusammenarbeit mit dem MEGT der RPTU in der FVA-Workbench ein universelles Kontaktreibungsmodell implementiert.
Damit steht dem Anwender in der FVA-Workbench nun ein hochwertiges, physikalisches, lokal aufgelöstes Kontaktreibungsmodell zur Verfügung, mit dem genauere Aussagen zur lastabhängigen Verlustleistungsberechnung von Wälzlagern getroffen werden können. Darüber hinaus erlaubt es einen tieferen Einblick in die Kontaktverhältnisse und mögliche Schadensmechanismen.
Berechnung von Planetenradgleitlagern
Dieses neue Berechnungsmodul ist spezialisiert auf Planetenradlager, insbesondere mit Blick auf Anwendungen in Windkraftanlagen. Die Planetenradgleitlagerberechnung (COMBROS PG) basiert auf einem stehenden Bolzen mit Ölversorgung auf der Innenseite und dem rotierenden Planetenrad auf der Außenseite. Das Modul basiert auf einem effizienten thermo-elasto-hydrodynamischen Berechnungsansatz und wurde sowohl experimentell als auch theoretisch durch das ITR der TU Clausthal validiert. Es ist konsequent auf Planetenlager spezialisiert und berücksichtigt in der Berechnungsvariante COMBROS PG-FEM die elastischen Verformungen von Bolzen und Planetenrad mithilfe entsprechender FE-Strukturen.
Abwälzanalyse im Gesamtsystem
Dieses neue Modul ermöglicht die eingriffstellungsabhängige Analyse von Getriebesystemen mit Mehrfacheingriffen, wie Planetengetriebe. Es berechnet Last- und Verformungsverteilungen sequentiell für unterschiedliche Wälzstellungen unter Berücksichtigung der eingriffsabhängigen Verzahnungssteifigkeiten und bildet so reale Betriebszustände genauer ab.
Dargestellt werden unter anderem die Lastaufteilung in Planetengetrieben, die Drehwegfehler einzelner Stufen sowie der Gesamtdrehwegfehler von Antrieb zu Abtrieb. Eine erweiterte Schwingungsanalyse unterstützt die gezielte Identifizierung anregender Einflüsse. Dadurch wird eine präzisere Bewertung von Schwingungs- und Verformungsverhalten im Entwicklungsprozess ermöglicht.