Rennschmiede Pforzheim: Mit der FVA-Workbench zum erfolgreichen Elektro-Antrieb
Bild: Rennschmiede Pforzheim
Der Wechsel von einem konventionellen zu einem elektrischen Antrieb stellt Rennteams vor große konstruktive Herausforderungen. Für das Racing-Team der Rennschmiede Pforzheim bedeutete dieser Schritt eine grundlegende Überarbeitung ihres Antriebskonzepts. Bei der Entwicklung des neuen Getriebes unterstützte die FVA GmbH das Team mit der Getriebe-Design-Software FVA-Workbench.
Der Umstieg erwies sich als erfolgreich: In der Saison 2025 konnte das Team mit dem Fahrzeug Rosequartz unter anderem beim Formula Student Switzerland den 8. Platz in der Gesamtwertung erreichen und den 5. Platz in der Disziplin Engineering Design erzielen. Beim Formula Student France belegte die Rennschmiede Pforzheim sogar den 2. Platz in der Gesamtwertung sowie den 1. Platz im Engineering Design.
Konstruktion unter extremen Randbedingungen
Die Entwicklung des neuen elektrischen Antriebssystems war durch mehrere technische Herausforderungen geprägt. Besonders der begrenzte Bauraum und die hohe Leistungsdichte des Antriebs machten den Einsatz von Standardbauteilen oder konventionellen Auslegungstools unmöglich.
Mit der FVA-Workbench konnten die spezifischen Anforderungen flexibel abgebildet und das Getriebe präzise ausgelegt werden. Durch die integrierten Berechnungsmethoden war es möglich, bereits in der frühen Entwicklungsphase fundierte Aussagen über das System zu treffen.
Schnelle Variantenanalyse durch Simulation
Ein wesentlicher Vorteil der FVA-Workbench liegt in ihrer intuitiven Bedienoberfläche und den umfangreichen Simulationsmöglichkeiten. Dadurch konnte das Team der Rennschmiede Pforzheim innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Varianten analysieren und miteinander vergleichen. Die Simulationen unterstützen nicht nur die aktuelle Entwicklung, sondern dienen auch langfristig als Grundlage für zukünftige Optimierungen. Anpassungen für kommende Rennsaisons lassen sich dadurch effizient bewerten und gezielt umsetzen.
Bild: Rennschmiede Pforzheim
Flexible Getriebeauslegung bei minimalem Bauraum
Eine besondere Herausforderung stellte der stark eingeschränkte Bauraum dar, insbesondere im Zusammenhang mit dem Einsatz von 10-Zoll-Felgen. Die Möglichkeit, Zahnräder flexibel anzupassen, erwies sich dabei als entscheidender Vorteil. Die Hauptgeometrie wie Modul, Zähnezahl und Profilverschiebung konnten gezielt variiert werden, um die gewünschten Sicherheitsreserven über die vorgesehene Nutzungsdauer zu erreichen. Dazu wurde die integrierte Parameterstudie intensiv genutzt. Sie ermöglicht automatisierte Variantenuntersuchungen ohne zusätzlichen manuellen Input während der Simulation. Dadurch können schnell Auswertungen erzeugt werden, die den Einfluss verschiedener Parameter auf die Leistungsdichte geben.
Effiziente Zusammenarbeit und CAD-Integration
In diesem Projekt spielte die enge Zusammenarbeit zwischen der Rennschmiede Pforzheim und der FVA GmbH eine zentrale Rolle. Der schnelle und kompetente Support unterstützte das Racing-Team kontinuierlich bei der Erstellung und Optimierung aussagekräftiger Simulationen.
Ein weiterer Effizienzgewinn ergab sich durch den direkten Export des Getriebemodells in das CAD-System. Zwar sind alle relevanten Maße in der FVA-Workbench jederzeit abrufbar, doch der direkte Export vermeidet potenzielle Übertragungsfehler und spart zusätzlich Zeit im Entwicklungsprozess.
So konnte das Team die komplexen Anforderungen eines elektrischen Antriebs erfolgreich meistern, die Entwicklungsprozesse beschleunigen und eine solide Basis für kommende Rennsaisons und weitere Innovationen schaffen.
Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen sowie die beeindruckende Ingenieursleistung und wünschen dem Team für die kommende Rennsaison 2026 viel Erfolg!
Bild: Rennschmiede Pforzheim