Für die richtige Auslegung von Getriebesystemen müssen alle Kreuzeinflüsse zwischen den Maschinenelementen innerhalb eines Getriebegesamtsystems im Betriebszustand miteinbezogen werden. Die Kreuzeinflüsse sind von den Elastizitäten der Maschinenelemente abhängig und führen zu einem komplexen Verformungszustand.

Bei der Gesamtsystemberechnung werden der Leistungsfluss und die Verformungen für das gesamte Getriebe berechnet. Die auftretenden Kräfte, Verlagerungen etc. werden dabei automatisch an die einzelnen Maschinenelemente weitergegeben. Somit erfolgt die Berechnung der weiterführenden Tragfähigkeitsverfahren unter Berücksichtigung der Verformungskreuzeinflüsse. 

So wird beispielsweise die Lastverteilung bei Stirnradstufen maßgeblich durch das Verformungsverhalten der Welle-Lager-Systeme und des Gehäuses beeinflusst.

Durch die genaue Kenntnis dieser Randbedingungen wird der Konstrukteur in die Lage versetzt, bereits früh im Entwicklungsprozess fundierte Entscheidungen zu treffen und sein Getriebe optimal auszulegen.

Das Gesamtsystem verformt sich infolge von Verzahnungsbelastungen und externen Lasten.

Die Gesamtsystemberechnung ist die Grundlage für die meisten weiterführenden Berechnungen. Belastungen und Verformungen können als Eingangsgrößen für nachfolgende Tragfähigkeitsverfahren verwendet werden.

Berechnungsergebnisse der Gesamtsystemberechnung sind unter anderem:

  • Flankenlastverteilung
  • Breitenkorrekturvorschlag nach FVA 30
  • Wellenbiegelinie sowie Querkraft- & Biegemomentenverlauf

Berechnungsergebnisse (Auswahl)

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